10. Juli 2026

BSI-Selbst-Check für Arztpraxen: Der erste Schritt zu mehr IT-Sicherheit

Cyberangriffe auf Arztpraxen, Zahnarztpraxen und psychotherapeutische Einrichtungen nehmen seit Jahren zu. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Datenschutz, IT-Sicherheit und die Verfügbarkeit digitaler Systeme. Mit der neuen Broschüre IT-Sicherheit in Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen – Der Selbst-Check stellt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Praxen ein hilfreiches Werkzeug zur Verfügung, um den eigenen Sicherheitsstatus schnell und unkompliziert zu überprüfen.

Eine Initiative, die wir ausdrücklich begrüßen

Als IT-Dienstleister für das Gesundheitswesen begleiten wir seit vielen Jahren Arztpraxen bei der Planung, Modernisierung und Absicherung ihrer IT-Infrastruktur. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Umsetzung gesetzlicher Anforderungen, der technischen Absicherung ihrer Systeme sowie durch regelmäßige IT-Sicherheits-Schulungen für Mitarbeitende.

Unsere Erfahrung zeigt: Die Ausgangssituationen sind sehr unterschiedlich. Während einige Praxen bereits auf moderne Sicherheitskonzepte setzen, arbeiten andere noch mit historisch gewachsenen IT-Strukturen. Gerade dort entstehen häufig Sicherheitslücken, die im Alltag zunächst unbemerkt bleiben.

Der Selbst-Check schafft Transparenz

Die neue BSI-Broschüre hilft Praxen dabei, den aktuellen Stand ihrer IT-Sicherheit objektiv einzuschätzen. Dabei werden unter anderem folgende Themen betrachtet:

  • Verantwortlichkeiten und organisatorische Maßnahmen
  • Sichere Kommunikation innerhalb und außerhalb der Praxis
  • Regelmäßige Updates und Patchmanagement
  • Datensicherung und Backup-Konzepte
  • Schutz von Endgeräten, Servern und Cloud-Diensten

Der Selbst-Check eignet sich hervorragend als erster Überblick und hilft dabei, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen.

Entscheidend ist die Umsetzung

Ein ausgefüllter Fragebogen schützt jedoch noch keine Praxis vor Cyberangriffen. Der eigentliche Sicherheitsgewinn entsteht erst, wenn die identifizierten Maßnahmen systematisch umgesetzt werden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Aufbau einer modernen und sicheren IT-Infrastruktur
  • Regelmäßige Sicherheitsupdates aller Systeme
  • Professionelle Backup- und Wiederherstellungskonzepte
  • Schutz vor Schadsoftware und Ransomware
  • Sensibilisierung der Mitarbeitenden durch IT-Security-Schulungen
  • Kontinuierliche Überprüfung und Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen

IT-Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess. Neue Bedrohungen entstehen täglich – entsprechend wichtig ist eine kontinuierliche Betreuung der Praxis-IT.

Unser Fazit

Der neue Selbst-Check des BSI ist eine sinnvolle Initiative und bietet Arzt-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen einen einfachen Einstieg in das Thema IT-Sicherheit. Wer den Fragebogen nutzt, erhält eine gute Einschätzung des eigenen Sicherheitsniveaus und erkennt mögliche Handlungsfelder.

Der nächste Schritt sollte jedoch immer die konkrete Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen sein. Denn nur eine moderne, professionell betreute IT-Infrastruktur schützt Patientendaten zuverlässig und sorgt dafür, dass der Praxisbetrieb auch im Ernstfall handlungsfähig bleibt.

Wir unterstützen Sie dabei

Sie möchten wissen, wie sicher Ihre Praxis-IT wirklich ist oder benötigen Unterstützung bei der Umsetzung der BSI-Empfehlungen?

Wir analysieren Ihre bestehende IT-Infrastruktur, identifizieren mögliche Schwachstellen und entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein Sicherheitskonzept, das zu Ihrer Praxis passt – praxisnah, wirtschaftlich und zukunftssicher.